Anja Krüger
Heilpraktikerin für Psychotherapie

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Sexuelle Identität & Vielfalt

Therapeutin: Anja Krüger
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In der Praxis caposano sind alle Menschen willkommen – unabhängig von sexueller Orientierung, Identität oder Ausdrucksform.

Die sexuelle Orientierung (heterosexuell, homosexuell, bisexuell, polysexuell, pansexuell, asexuell,...) mit ihren fließenden Grenzen und daraus entstehende Probleme, die Geschlechtsidentität (männlich, weiblich, transgender, genderfluid, genderqueer/nichtbinär, divers,...), eine sexuelle Präferenz (z. B. ein Fetisch) oder einfach Ihre Fragen zur Sexualität können Inhalt eines Therapiegesprächs sein. Die Therapiegespräche in der Praxis caposano erfolgen wertschätzend, respektvoll und ohne Bewertung.

Menschen, die nicht den cis-(Geschlechtsidentität entspricht dem Geburtsgeschlecht) und hetero-Erwartungen entsprechen, werden immer noch häufig diskriminiert. Dieser meist permanente Stress kann psychische und psychosomatische Erkrankungen begünstigen. Deshalb ist es wichtig, dass die eventuelle körperliche Beschwerden vor der Therapie ärztlich abgeklärt sind.

In homosexuellen Beziehungen können besondere Herausforderungen auftreten, die sich auf Lust, Nähe und das sexuelle Erleben auswirken. Manche dieser Themen entstehen durch äußere Einflüsse wie gesellschaftliche Erwartungen oder Diskriminierung, andere durch unterschiedliche Bedürfnisse innerhalb der Beziehung. Die Sexualtherapie bietet einen geschützten Rahmen, um diese Aspekte offen anzusprechen und ein erfülltes, selbstbestimmtes Sexualleben zu entwickeln.


Welche Themen und Inhalte gibt es in diesem Bereich?

Die Themen sind vielfältig. Hier ein paar Beispiele:

  • Sexuelle Orientierung und das Bedürfnis, die eigene Ausrichtung besser zu verstehen und einzuordnen
  • Geschlechtsidentität und die eigene Einordnung als cis, trans, nichtbinär oder anders
  • Sexuelle Präferenzen, eigene Wünsche und Fantasien und der Umgang mit belastenden Mustern
  • Selbstbild & Selbstwert sowie der Wunsch, mit Unsicherheiten oder Scham leichter umzugehen
  • Umgang mit gesellschaftlicher oder innerer Unsicherheit
  • Belastungen durch Coming-Out-Prozesse oder unterschiedliche Bedürfnisse nach Sichtbarkeit
  • Kommunikation über Wünsche, Grenzen und sexuelle Bedürfnisse
  • Unsicherheiten im Umgang mit dem eigenen Körper oder dem Körper des Partners
  • Unterschiedliche Vorstellungen von Beziehungsgestaltung (z. B. Monogamie oder offene Beziehung)

In der Praxis caposano finden Sie Raum, um diese Themen offen anzusprechen und Orientierung zu gewinnen. Das Therapiegespräch bietet einen geschützten Rahmen, in dem Fragen, Unsicherheiten und persönliche Erfahrungen Platz haben.

Gemeinsam entwickeln wir Wege, die Ihnen mehr Sicherheit, Selbstvertrauen und Lebensqualität ermöglichen. Ziel ist es, Ihre persönliche Sexualität und die Dynamik Ihrer Beziehung besser zu verstehen, Hindernisse abzubauen, neue Wege zu mehr Verbundenheit, Intimität und lustvollem Erleben zu finden und Sie so in Ihrer individuellen Entwicklung zu stärken.


Was kostet die Sexualtherapie und wie lang sind die Termine?

In der Sexualtherapie für Einzelpersonen werden für jeden Termin 50 Minuten eingeplant. Für Menschen, die eine umfangreiche Gesprächstherapie wünschen, biete ich auch gern Termine mit 80 Minuten an. In der Sexualtherapie für Paare werden für jeden Termin 80 Minuten eingeplant. Zwischen den Sitzungen ist ein zeitlicher Abstand von minimal 4 Wochen empfehlenswert, um besprochene Inhalte zu verarbeiten sowie Aufgaben und Übungen auszuführen. Auf Wunsch sind auch Onlinetermine möglich. Mindestens ein Therapietermin muss allerdings vor Ort erfolgen. Die Übersicht der Kosten finden Sie hier. Für Selbstzahler gibt es attraktive Paketpreise.

Erläuterungen zu Geschlechtsidentitäten, sexuellen Orientierungen, sexuellen Präferenzen

LGBTQIA+ - Englische Abkürzung für Lesbian (lesbisch) - Gay (schwul) - Bisexual (bisexuell) - Trans* (transsexuell/transgender) - Queer - Intersexual (intersexuell) - Asexual (asexuell) - das + steht für weitere Formen der Sexualität
heterosexuell - Heterosexuelle Menschen fühlen sich sexuell von Menschen des "anderen" Geschlechts angezogen, also Frauen von Männern und Männer von Frauen.
homosexuell - Homosexuelle Menschen fühlen sich sexuell von Menschen des gleichen Geschlechts angezogen, also Frauen von Frauen (lesbisch) und Männer von Männern (schwul).
lesbisch - Als lesbisch werden Frauen bezeichnet, die sich emotional und/oder sexuell zu Frauen hingezogen fühlen.
gay - Gay kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt schwul, bezieht sich also auf homosexuelle Männer, die sich emotional und/oder sexuell zu Männern hingezogen fühlen. Die Bedeutung von „gay“ erstreckt sich manchmal, aber nicht immer, auch auf lesbische Frauen. So ist z. B. die englische Bezeichnung „gay women“ korrekt, und Begriffe wie „Gay Pride“ und „gay people“ beziehen sich nicht nur auf Schwule, sondern auch auf Lesben.
bisexuell - Bisexuelle Menschen fühlen sich sowohl von Männern als auch von Frauen emotional und sexuell angezogen.
nichtbinär - Nicht-binär ist die Bezeichnung für alle Geschlechtsidentitäten, die nicht ausschließlich in die Kategorien männlic* und weiblich passen. Häufig wird dann auch der Begriff genderqueer verwendet.
genderfluid - Menschen, die sich als genderfluid bezeichnen, ändern Ihr Geschlecht immer wieder. Obwohl „genderfluid“ ein nicht-binäres Geschlecht ist, können genderfluide Personen auch zeitweise binär, also weiblich oder männlich sein.
cis - Cisgeschlechtlich bedeutet, dass man sich mit dem Geschlecht identifiziert, das einem bei der Geburt zugewiesen wurde.
trans* - Transgender ist ein Überbegriff für Menschen, die ein anderes Geschlecht haben als das, welches ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Eine Trans-Frau ist eine Frau, die aufgrund ihres biologischen Geschlechts bei der Geburt dem männlichen Geschlecht zugeordnet wurde, einem Trans-Mann wurde nach der Geburt das weibliche Geschlecht zugewiesen. Transsexuelle Personen sind eine Untergruppe der Transgender, die Ihr Geschlecht durch operative Eingriffe und meist auch Hormonbehandlungen angleichen lassen. Viele Transgender lehnen eine medizinische Veränderung ab.
queer - Dies ist ein Überbegriff für alle Menschen, die sich als nicht hetero und/oder nicht cisgeschlechtlich sehen. Es wird aber auch selbst von Personen verwendet, die ihre sexuelle oder geschlechtliche Identität nicht anders beschreiben möchten. Der Begriff wird häufig auch als alternative Bezeichnung für LGBTQIA+ verwendet.
polysexuell - Poly* ("polysexuell" oder "polyamourös") bedeutet, dass sich ein Mensch gleichzeitig in mehrere Menschen verlieben kann und/oder mehrere romantische und/oder sexuelle Beziehungen gleichzeitig haben kann (mit dem Wissen und Einverständnis aller Beteiligten).
pansexuell - Pansexuell ist eine Person, die sich emotional, romantisch und sexuell zu Menschen jeden Geschlechts hingezogen fühlt.
intersexuell - Als sexuell (auch intergeschlechtlich) beschreiben sich Menschen, deren körperliche Geschlechtsmerkmale nicht eindeutig oder nicht ausschließlich in die binären Kategorien männlich und weiblich passen. Sie können unabhängig davon verschiedene Geschlechtsidentitäten haben. Seit 2017 ist es in Deutschland möglich, ein X als Geschlechtseintrag eintragen zu lassen. Eine Person mit dem Eintrag „divers“ hat also ein Geschlecht, dass sie vom männlichen oder weiblichen unterscheidet.
asexuell - Als asexuell bezeichnet man Menschen, die kein Interesse oder nur selten das Bedürfnis danach haben, mit einem anderen Menschen intim zu werden. Das Gegenteil bezeichnet man als "allosexuell".
Sexualpräferenz - Vorliebe in bezug auf sexuelle Praktiken (z.B. Exhibitionismus) oder Sexualobjekte (z.B. Fetischismus)
sapiosexuell - Sapiosexuell bezeichnet die sexuelle Präferenz eines Menschen, der sich vor allem von der Intelligenz eines anderen Menschen angezogen fühlt.
Fetischismus - Form der Sexualität, die sich auf bestimmte Gegenstände oder Körperteile richtet, z. B. Fußfetisch, Latexfetisch, Windelfetisch, ...
BDSM - Englische Abkürzung für Bondage (Fesselung) - Discipline/Dominance (Disziplin/Dominanz) - Submission/Sadism (Unterwerfung/Sadismus) - Masochism (Masochismus), Sammelbezeichnung für eine Gruppe von Sexualpräferenzen
Bondage - Der englische Begriff Bondage (Fesselung) umfasst alle Praktiken der Fesselung zur Erregung und Steigerung sexueller Lust.
Disziplin - Im BDSM-Bereich versteht man darunter die Disziplinierung des Bottoms (Unterworfener), um sein Verhalten mit Regeln und Ritualen an die Wünsche des Tops (Bestimmender) anzupassen.
Dominanz/Unterwerfung - Die englischen Begriffe Dominance und Submission werden übersetzt mit Herrschaft und Dominanz sowie Unterwerfung und Unterordnung.
Sadismus/Masochismus - Im Sadomasochismus werden Praktiken angewendet, die dazu dienen, (Lust-)Schmerzen zu empfangen oder zuzufügen. Der sadistische Partner fügt dabei dem masochistischen Partner die Schmerzen zu.