Stresstherapie

Therapeutin: Anja Krüger

Stress hat wohl jeder schon gespürt. Aber warum und ab wann wird eine gelegentliche Überforderung zu einem krankhaften Zustand? Diese emotionale, geistige und körperliche Erschöpfung, das „Ausgebranntsein“, entsteht durch starke Überlastung, die eine verminderte Belastbarkeit bewirkt. Sie wird meist durch extremen Stress ausgelöst, der durch die verminderte Belastbarkeit nicht bewältigt werden kann. Ein Teufelskreis beginnt. Häufig hat dann das subjektive Stresserleben nur noch wenig mit der objektiven Arbeitsbelastung zu tun.

Bekannt ist, dass zunehmender Stress und die Entwicklung zum Burnout in Stufen verlaufen. Am Anfang stehen Euphorie und die Begeisterung für eine Sache, verbunden mit einem verstärkten Einsatz. Wir "brennen" für etwas. Dieser positive Start kehrt sich ins Negative, wenn andere Bedürfnisse vernachlässigt werden.

Familie, Freunde, Hobbies werden als Belastung empfunden und gehen unter im sozialen Rückzug. Dauerhafte Überforderung, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, geringe emotionale Belastbarkeit, überzogene Reaktionen, leichte Reizbarkeit, Nörgeleien, Intoleranz, Zynismus, Ungeduld, Frustration sowie ein Gefühl der Hilflosigkeit und inneren Leere sind an der Tagesordnung. Die Folge sind eine zunehmende und andauernde Erschöpfung, ständige Müdigkeit und dauerhafter Energiemangel. Oft werden die Probleme verleugnet und versucht mit Alkohol, Nikotin, Tabletten oder sogar Drogen dagegen zu halten.

Mit jedem erhöhten beruflichen Engagement steigen die Erwartungen, von innen und von außen. Der Fokus richtet sich auf Misserfolge. Das Engagement sinkt, Selbstzweifel, innere Leere, Einsamkeit, Depression folgen oft. Mögliche psychosomatische Reaktionen sind chronische Müdigkeit und Erschöpfung, Schlafstörungen, Immunschwäche, häufige Infekte, Tinnitus, Hörsturz, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Herz-/Kreislaufprobleme, Magen-Darm-Beschwerden, erhöhter Blutdruck und sexuelle Probleme.

Therapie


Was kann man tun, wenn die Verzweiflung gesiegt hat? Wenn man sich "ausgebrannt" fühlt? Der Krankheitsverlauf verläuft in Phasen. In den ersten Phasen ist eine alleinige psychotherapeutische Behandlung möglich. Dafür biete ich Ihnen einen wählbaren Umfang an Therapiesitzungen an.

Ist ärztliche oder medikamentöse Unterstützung erforderlich, stehe ich Ihnen in dieser Zeit auch therapeutisch zur Seite. Auch nach einem Klinik- oder Kuraufenthalt ist die Weiterführung der Therapie sinnvoll.

Aus übermäßigem Stress können sich ein Burnout und schließlich Depressionen, Angst- und Suchterkrankungen entwickeln. Eine rechtzeitige Therapie ist deshalb besonders wichtig.